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Lokalpatriotismus - eine Liebeserklärung

Manchmal machst Du mich rasend-
Du bist schmutzig, Du bist laut, und Du bist schrill

Manchmal machst Du mir Angst-
Du bist gnadenlos, Du bist hart, und Du bist schroff

Manchmal machst Du mich traurig -
Du bist arm, Du bist kalt, und Du bist deprimierend


Trotzdem liebe ich Dich -
Du bist bunt, Du bist vielseitig, und Du bist schnörkellos

Trotzdem vertraue ich Dir -
Du bist herzlich, Du bist verständnisvoll, und Du bist ehrlich

Trotzdem bleibe ich bei Dir -
Du bist vertraut, Du bist offen, und Du bist einzigartig...

.. mein Berlin





Puppe
Ein Spielzeug
eine Schlenkerpuppe
auf das Gesicht ein nettes Lächeln gemalt
sitzt still in der Ecke

Sanfte Küsse
Eine Umarmung
wenn es gerade jemandem einfällt
zu ihr zu gehen

Der Dachboden
ihr Zuhause
bis sie wieder jemand eine Weile
bei sich haben will





Heldenbrust

Mit stolzgeschwellter Brust
trägst du deine Uniform
die ein neues Abzeichen ziert
als Symbol deiner Tapferkeit

Stolz bist du, ein Held zu sein
und dein Volk zu verteidigen
gegen alle schlechten Menschen
und all das Böse in der Welt

Tapfer zieht ihr in ein fremdes Land
die Menschen dort vom Übel zu befreien
die nur darauf gewartet haben
endlich so leben zu dürfen wie wir

Für dein Volk verlässt du jene, die dich lieben
gehst fort von Eltern, Frau und Kind
die jeden Abend zur Nachrichtenzeit
wieder einmal um dein Leben bangen

Der General drückt dir zum Dank die Hand
und lässt dich heldenhaft nach Hause ziehen
wenn du deinen Zweck für sie erfüllt hast,
dein Körper zerstört ist und verloren dein Geist




Der alte Krämer
Mit unbewegter Miene steht er da,
der alte Mann im Krämerladen

Mancher schaut zögernd sich noch um,
bedenkt gewissenhaft den Kauf

Manch einer greift mit vollen Händen zu
als gebe es kein Morgen mehr

Ein anderer wartet viele Jahre lang
auf das so sehnsüchtig Begehrte

So ist doch jeder Kunde ihm gleich gut
der bei ihm einzukehren wünscht

Nicht Geld noch Gold wird er verlangen
auch keinen Gegenstand von Wert

Was er dir gibt, hat gleichwohl seinen Preis
das hat so mancher nicht bedacht

Blind von der Vielfalt, die Begehren weckt
vergisst leicht sich die Vernunft

Sieh wie er steht dort bei der Eingangstür
sein Blick noch immer unbeirrt

Er weiß, Du wirst was er verlangt ihm geben
so wie es jeder noch getan




Illusion
Liebe ist Illusion, sagst du
ein Traum, der so tief schmerzt, wenn man aus ihm erwacht
Das Herz, freigegegeben dem Spott und dem Hohn
wird für immer leiden

Geblendet sind wir, sagst du
unachtsam und leichtsinnig, albern wie Narren vergessen wir
dass wir auf diesem Weg, den man gewöhnlich Leben nennt
stets allein sein werden

Dann will ich, sage ich
noch einmal diese Illusion erleben, will das Trugbild sehen
will die Vernunft vergessen und ein Narr sein, der singend
in den Abgrund springt

Dann werde ich, sage ich
bereit sein, den Schmerz und das Leid zu zu ertragen
deine Hand greifen und ein Stück mit dir gemeinsam gehen
im Hier und Jetzt





Leere

Als Du gegangen bist, fühlte ich mich, als müsse ich sterben
oder als sei es eher leichter zu sterben
als mit dieser Traurigkeit weiter zu leben.

Ich bin nicht gestorben, die Welt dreht sich noch immer
Ich habe geweint, gefleht, Möbel zerschlagen
doch du bist nicht zurückgekehrt

Heute versuche ich manchmal, mich an dich zu erinnern
an deine Nähe, dein Lächeln, deinen Geruch,
daran, wie es in deinen Armen war

Dann wünsche ich mir den Strom der Tränen zurück
doch ich fühle nur noch Leere in meinem Herzen
dort, wo du einst warst





Nachtgespenst

Am Tage, bei hellem Sonnenschein, lachen wir,
schelten die albern und kindisch, die von Geistern erzählen
Nehmen Kindern Angst
vor dem Monster unter dem Bett

Wir lachen noch immer, wenn die Dämmerung hereinbricht,
wir zusammen sitzen und uns Geschichten erzählen
von den Verstorbenen
die keine Ruhe finden können

Doch das Lachen wird nervös und eine Spur zu schrill
wenn die Nacht hereinbricht und wir uns aufmachen
auf den Heimweg
allein mit uns und der Dunkelheit

Der volle Mond gibt den Bäumen ein mystisches Gesicht
das pochede Herz übertönt die Schritte auf dem Asphalt
die Eule ruft
und unser Lachen erstirbt

Das Gebüsch wird zum Anzlitz einer alten Frau
die uns zu rufen und zu sich zu locken scheint
und wir meinen
ihr Flehen hören zu können
 

 
 

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